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2002

 

 

Rinderwahnsinn

von John von Düffel

DDT-Ensemble, Jugendensemble vom Deutschen Theater Berlin

Regie: Sina Maier

 

Premiere: Theaterhaus Mitte Berlin

 

John von Düffel (Jahrgang 1966) wurde mit seinem Erfolgsroman "Vom Wasser" richtig bekannt. Doch der Dramaturg und Theaterautor machte bereits mit seinen zahlreichen Stücken von sich reden - "Rinderwahnsinn" etwa gehörte 1999 zu den meistgespielten deutschsprachigen Stücken der Gegenwartsliteratur.

Die Komödie treibt eine klassische Familienkonstellation auf die Spitze. Der Sohn, namens Faustersterteil, ist böse, und zwar bewußt böse. Er will seinen Vater, ein überzeugter Alt-68er-Softie im Wollpullover, ermorden. Doch die Autorität des Vaters ist zu groß, der Sohn scheitert an dem Projekt "Vatermord". Die Tochter Hänselundgretel, ein naives, liebenswertes Mädchen, liebt Männerbäuche über alles und ist mit nichts anderem beschäftigt, als ihren Vater zu füttern, damit diesem ein Bauch gedeihe. Die Mutter, namens Muttermeinhof, ein Relikt der Roten Armee Fraktion, wartet auf einen Gewährsmann, der ihr neue Anweisungen bringen soll. Plötzlich steht der Vetterausdingsda vor der Tür, von dem sie vermutet, es sei der Langersehnte. Doch aus dem konspirativen Gespräch wird nichts, denn der gemütliche Ossi erzählt vom Leben auf dem Lande, was Muttermeinhof partout nicht zu entschlüsseln vermag. Eigentlich muss der Vetterausdingsda nur aufs Klo, aber da er einen ansehnlichen Bauch hat, verliebt sich Hänselundgretel in ihn.

John von Düffels schräge Farce hat auch in Buchform einen hohen Unterhaltungswert. Er konfrontiert die eindimensionalen Ideologien seiner Elterngeneration mit der Ideologiefreiheit ihrer Kinder, denen Sex wichtiger ist als die Revolution, die sich zwar mit ihren Eltern auseinandersetzen, aber diese nicht zu überwinden schaffen. Der Vatermord gelingt nicht, weil der Sohn zu feige ist. Faustersterteil fragt seinen Vater: "Woher nimmst du die Kraft,... woher die geistige Gewalt, das Chaos des Lebens so zu vereinfachen?" Trotz der programmatischen Namen, trotz derAuseinandersetzungen mit ideologischem Ballast: John von Düffel kalauert lieber à la Monty Python als dass er in Nachdenklichkeit verfällt: Das ideologische Erbe der finsteren siebziger Jahre fällt Kalauern zum Opfer. Das ist eine der künstlerischen Leistungen der Spass-Generation.

Darsteller:  Heike Buchholz, Susanne Schmitt, Marcus Bierhals, Alexander Giebner und Tim Wustrack

2001

 

 

 

Angriffe auf Anne

von Martin Crimp

 

 

 

DDT-Ensemble, Jugendensemble vom Deutschen Theater Berlin

Regie: Sina Maier

 

Premiere: Theaterhaus Mitte Berlin

 

17 Szenen handeln von Anne, die nicht anwesend und doch ständig präsent ist. Anne ist eine ganze Sammlung von heutigen Identitäten, sie ist die Frau in den besten Jahren, die Traumausgabe einer Schwiegertochter, die abgedrehte Künstlerin, die Frau, die sich verkauft, die Ausgeflippte, die Selbstmörderin.

„Angriffe auf Anne“ ist das bisher radikalste Stück des englischen Autors. Sein kaleidoskopischer Blick auf Anne gleicht einer Hochgeschwindigkeitsreise durch unsere Welt. Das Stück wurde mit viel Erfolg in England, Deutschland und der Schweiz gespielt.

Es spielten unter der Regie von Sina Maier (Deutsches Theater):

Marcus Bierhals. Heike Buchholz, Alexander Giebner, Susanne Komoll, Florian Petzet. Susanne Schmitt, Mareike Wenzel und Tim Wustrack

 

2000

 

„Glück“

Lesung in den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin

 

DDT-Ensemble, Jugendensemble vom Deutschen Theater Berlin

Regie: Sina Maier

 

1996

 

 

 

Spaghetti: Leben in der Dreisamkeit

von Bastian Hanke und Marcus Bierhals

 

Regie: Bastian Hanke und Marcus Bierhals

 

Premiere: Atrium Berlin

 

Unter der Sonne von Griechenland geschrieben, handelt das Stück vom Glück und Leid in einer WG.

Das Geld von Mark und Ingo ist knapp. Es muß eine Untermieterin her. Nach diversen Bewerbern entscheiden sich die beiden für Rosi. Diese hat sich mit ihrer Mutter gestritten und möchte ausziehen, um endlich ihr Leben zu leben.

Rosis, Marks und Ingos Welt gerät aus den Bahnen und als dann auch noch Rosis Mutter vor der Tür steht, nimmt das Schicksal seinen Lauf

 

 

1995

 

Hauptsache Ich

von Bastian Hanke und Marcus Bierhals

 

Regie: Bastian Hanke und Marcus Bierhals

 

Premiere: Atrium Berlin

 

“Über naive, sehnsüchtige, arrogante, wichtige, mitlaufende, nervende, seltsame, interessante, verletzende, verletzliche und andere Gestalten.”

Zusammen mit Bastian Hanke schrieb Marcus Bierhals aus einer Not heraus dieses Stück. Eine kleine Abrechung rund um die Eitelkeiten hinter den Kulissen eines Theaters.   

 

 

1994

 

 

 

Showlight

von Marcus Bierhals

 

Regie: Bastian Hanke und Marcus Bierhals

 

Premiere: Atrium Berlin

 

Als Ergebnis seines “Bildungsganges” am Ende der 10. Jahrgangsstufe an der Bettina von Arnim-Oberschule schuf Marcus Bierhals eine Persiflage auf TV-Hits,Spielshows und Seifenopern.

80 Minuten Gags und Wirwarr nach Vorlagen von ARD, ZDF, SAT.1 und RTL.

Mit den Stars aus Funk und Fernsehen:

Maren Berk, Martina Conrad; Bastian Hanke, Beate Stryi.

Als Moderator Ulli Kock am Rhein: Marcus Bierhals.

Zusammen mit Bastian Hanke führte Marcus Bierhals auch Regie und entwarf die gesamte Kulisse.

 

 

 

 

 

 


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